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4. August 2015

Entstehen gute Ideen nur durch Fragen?

Viele denken beim Begriff Ideenmanagement häufig an den Prozess, der startet, sobald ein Mitarbeiter einen Einfall hat. Doch was war vor einer Idee? Wie kommt es zu einer neuen Idee? Warum kommt es zu einer Idee? Was hat die Idee notwendig gemacht?

Von der Frage zur Idee

Viele Ideenprozesse beginnen erst genau dort:
ein Mitarbeiter hat eine neue Idee und reicht diese an einer definierten Stelle ein.

Dann werden zumeinst die folgenden Fragen behandelt:

  • Wie kann diese Idee optimal bewertet und genutzt werden?
  • Ist die Idee angemessen?
  • Welche Ressourcen werden gebraucht? Zeit? Kosten?
  • Was erhofft man sich von der Idee?
  • Wie hoch ist das Risiko?
  • Wie kann der Mitarbeiter/Erfinder vergütet werden?

Diese und viele andere Fragen müssen geklärt sein, damit das Unternehmen sich traut, eine Idee wirklich zu realisieren. Doch beachten diese Prozesse ausreichend das dahinter liegende Problem? Warum ist es zu der Idee gekommen? Was versucht die Idee zu lösen?

Sobald eine Idee gefunden wurde, wird vergessen, wofür sie eigentlich nützen sollte. Oft werden dann noch andere Lösungen hinzugedichtet um die Idee zu untermauern. Es heißt dann: Diese Idee hilft nicht nur bei X, sondern auch bei Y und Z.
Dabei wird aber vergessen, was der wahre Auslöser für die Idee war.

Der Grund für die Idee ist nämlich ein ganz bestimmtes Problem oder eine Fragestellung, mit der sich der Erfinderbeschäftigt hat. Teilweise passiert das auch ganz unterbewusst.

Sobald aber der wirkiche Antreiber zu der Idee nicht mehr bekannt und sichbar ist, braucht die Idee Marketing, damit sie eine Chance hat:

Im Unternehmen weiß zwar niemand mehr den Ursprung der Idee, sie ist aber trotzdem gut für X, Y und Z.

Geht es aber dann um die Umsetzung, treten neue Probleme auf. Probleme die aus dem Change Management schon hinlänglich bekannt sind. Wer soll das denn machen? Wer spürt die Auswirkungen der Idee? Wird die Idee akzeptiert oder findet sie sogar Unterstützer?

jeder Mitarbeiter der von der Idee betroffen ist, muss davon überzeugt sein, dass sich etwas verbessert.

Halb Idee, halb Marketing

Halb Idee, halb Marketing, keine gute Idee

Die meisten Ideen sind nur noch halb Idee, halb Marketing.

Und Mitarbeiter spüren das.

Für Abwehrverhalten ist mangelnde Transparenz der Auslöser:
Wenn ich nur etwas vorgesetzt bekomme, das zu tun ist, ohne die Hintergründe zu kennen oder zu verstehen, fällt es mir schwer, die Sache ehrlich zu begrüßen.

Wie löst man dieses Dilemma? Wie erreicht man die Mitarbeiter, damit sie sich für die Ideen einsetzen und etwas verändern oder verbessern wollen? Wie kann man deutlich machen, dass Ideen dazu dienen, die Probleme des Unternehmens zu lösen und nicht neue Probleme zu schaffen?

Wenn alle gemeinsam an einer Frage arbeiten und ein gemeinsames Verständnis der Problemstellungen haben, gemeinsam Ideen entwickeln und die beste Idee gemeinsam auswählen, wird es leichter die Idee umzusetzen.

Das Problem im Sinn

Das Problem muss genau bekannt sein für eine klare Idee

Das Ausgangsproblem der Idee muss ein fester Bestandteil der Idee selbst sein.

Deshalb ist es wichtig, dass man den Prozess von der Fragestellung und der Probleme her betrachtet. Jeder muss sich an der Lösung beteiligen und bei der Auswahl mithelfen können. Der Ideenprozess darf nicht erst dann anfangen, sobald eine Idee da ist! Sinnvolles Ideenmanagement muss auch das erfassen, was zu Ideen verleitet und bereits dort beginnen. Zum Beispiel im Alltag der Mitarbeiter.

Serenize

Serenize bietet seinen Anwendern die Möglichkeit, jede Problemstellung oder Frage transparent zu machen. So können sich andere Mitarbeiter auch mit der Frage auseinander setzen, neue Fragen stellen oder über Lösungen nachdenken. Sobald erste Lösungsansätze zur Verfügung stehen, werden diese gemeinsam bewertet und verbessert. Hierbei geht aber nicht mehr der Kontakt zur ursprünglichen Fragestellung verloren. Es bleibt also jederzeit für jeden nachvollziehbar, woher eine Idee gekommen ist und was sie lösen soll.

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