Close

2. März 2015

Die Kunst Fragen zu transformieren

Es gibt zahlreiche Situationen, in denen Fragen gestellt werden, welche nicht zu einem guten Ergebnis führen. Auch, wenn wir glauben, dass es keine dummen Fragen gibt, so gibt es doch doofe Fragen. Diese Zeichnen sich dadurch aus, dass sie nichts erreichen oder kontraproduktiv sind.
Beispielsweise kann man Menschen durch Fragen unter Druck setzen oder beleidigen.

“Bist Du schon fertig?”

Hierbei handelt es sich um eine geschlossene Frage. Geschlossene Fragen zeichnen sich dadurch aus, dass sie entweder mit ja oder mit nein beantwortet werden können. Geht der Frager davon aus, dass der Gefragte noch nicht fertig ist oder bereits in Verzug ist, löst diese Frage Druck aus. Hilft der Druck denn weiter? Unterstützt es den “Unfertigen” bei seiner Tätigkeit? Warum also diese Frage stellen?

Geschossene Fragen haben auch nicht das Prädikat, eine angemessene Antwort mit reichlich Information zu liefern. Nur ja oder nein. Vielleicht noch eine Rechtfertigung. Das war’s!

Transformieren wir doch einmal die Frage zu einer offenen Frage. Vielleicht in eine Frage, welche Balast von den Schultern des Gefragten nimmt und gleichzeitig für mehr Vertrauen und Selbstbestimmung steht:

“Wie kann ich Dich unterstützen?”

Und schon haben wir eine andersartige Frage. Diese Frage ist offen, denn sie beginnt mit “Wie”. Es wird also nicht mehr nach dem Status gefragt, sondern es wird nach Optionen zur besseren Erreichung des Ziels gesucht.

Was schafft diese Frage im Vergleich zur vorherigen Frage?

  • Der Frager beweist, dass er sich in den Gefragten hineinversetzen kann, der eine Lösung benötigt. Denn was jemand braucht ist höchstens Unterstützung und keinen zusätzlichen Druck.
    Sollte er übrigens schon fertig sein, kann dieser gleich antworten, dass keine Unterstützung mehr nötig ist.
  • Die Frage lässt ein gemeinsames Ziel erkennen und vermittelt, dass der Frager und der Gefragte ein gemeinsames Interesse haben. Im Beispiel: die Fertigstellung von etwas.
  • Möglicherweise enthält die Antwort Informationen über mögliche Engpässe und liefert somit wichtige Informationen. Zum Beispiel: “Ich benötige noch ein fehlendes Teil.” Worauf man mit weiteren Fragen an dem Problem arbeiten kann, wie: “Wie können wir das so schnell wie möglich besorgen?”
  • Der Gefragte wird um Lösungsmöglichkeiten gebeten. Er muss also reflektieren, wieso er vielleicht noch nicht den gewünschten Stand erreicht hat. Er wird sich vielleicht fragen: Was kann er beim nächsten Mal besser machen? Welche Probleme bieten vorhandene Prozessketten? Liegt ein Problem in den Strukturen vor und wie könnte man das in Zukunft verhindern?

Es gibt aber noch viele andere Zahlreiche Möglichkeiten Fragen umzuwandeln, sodass sie zu mehr Erfolg führen:

“Soll diese Idee realisiert werden?”

könnte man auch anders stellen und dabei an viel mehr Informationen gelangen:

“Warum sollte diese Idee realisiert werden?”, “Was macht diese Idee wertvoll für uns?”, “Wie erreichen wir das selbe Ziel mit weniger Aufwand?” oder “Welche andere Idee bringt uns näher zu unserem Ziel?”

Serenize ermöglicht übrigens, dass Anwender Gegenfragen oder Nachfragen stellen können. Wenn eine Frage geschlossen oder etwas ungeschickt gestellt wurde, so lässt sich das durch eine andere Frage erweitern. Und möglicherweise erhält man danach ein noch viel besseres Ergebnis, als hätte man am Anfang nur diese eine Frage gestellt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.